Bei einer Schulsanierung wurden intakte Fassadenplatten identifiziert, demontagefreundlich gelöst und mit neuen Unterkonstruktionen wieder eingesetzt. Das BIM-Modell führte Inventar, Maße und Prüfstände zusammen; der digitale Zwilling dokumentierte Reinigung, Schadstofffreiheit und Restlebensdauer. Ergebnis: signifikante CO2-Einsparungen, weniger Kosten, eine starke Geschichte für die lokale Community. Lehrkräfte nutzten die Daten sogar im Unterricht, um Kreislaufprinzipien greifbar zu machen und Begeisterung für ressourcenschonendes Bauen zu wecken.
Ein Krankenhausflügel wurde etappenweise rückgebaut, während der Betrieb weiterlief. 4D-Takte, Materialpässe und mobile QS hielten Lärm- und Staubgrenzen ein, schützten Technik und Personal. Marktplatzanbindungen fanden neue Nutzungen für Türen, Trennwände und Leuchten. Die Teams vertrauten dem Modell, weil jede Änderung sofort sichtbar war. Das Projekt zeigte, dass zirkuläre Sanierung unter strengen Randbedingungen möglich ist, wenn Governance, Kommunikation und Datentiefe stimmen und Entscheidungen konsequent dokumentiert werden.
Zu Beginn fehlten Pläne, Bauteile waren uneinheitlich dokumentiert. Ein zielgerichtetes Aufmaß mit Punktwolke, klare IDS-Anforderungen und regelmäßige BCF-Reviews schlossen Lücken. Als Materialpässe wuchsen, stieg die Wiederverwendungsquote merklich. Der Bauherr erhielt belastbare Kosten- und CO2-Varianten, die Ausschreibung wurde präziser, und Streitpotenziale sanken. Besonders hilfreich war ein offenes Lessons-Learned-Board im Modell, das Entscheidungen begründete und künftige Projekte schneller auf Spur brachte.